Bezahlverfahren Vorkasse

Nachdem die Quelle AG verpflichtet wurde, einen falsch ausgezeichneten Artikel liefern zu müssen, weil das Bezahlverfahren Vorkasse gewählt wurde (siehe Shopbetreiber-Blog) haben sich auch in meinem Kundenkreis mehrere Leute über das Gericht geärgert.

Sachlich gesehen muss ich aber sagen: das Gericht hat ja Recht! Ich als Kunde bestelle eine Ware und werde nach dem Bestellvorgang dazu aufgefordert, den Betrag schnellstmöglich zu bezahlen, damit die Ware versendet werden kann. Ich sage also dem Kunden: “Bezahle und der Vertrag gilt”. Wenn der Kunde dann auch gleich bezahlt, kann ich mich doch nicht darüber beschweren, ich hab den Vertrag ja schließlich angeboten.

Wenn man jetzt per Vorkasse bezahlt, fordern die meisten Shop-Systeme gleich zur Bezahlung auf. Das ist nach diesem Urteil also ein Problem, da man die Daten nicht mehr manuell prüfen kann. In meinem Shop-System ist das zum Beispiel problemlos möglich. Ich kann einfach nach der Bestellung ein “Vielen Dank für Ihren Auftrag, wir werden ihn schnellstmöglich bearbeiten.” ausgeben lassen. Der Shop-Betreiber bekommt eine Mail, prüft die Bestelldaten und kann den Status dann einfach auf “bestätigt” setzen lassen. Der Kunde wird per Mail informiert und zur Bezahlung aufgefordert. Problem des Urteils gelöst. Es lohnt sich einfach, auf ein flexibles System zu setzen!

Gut, Quelle hat es selbst verpennt, die Daten zu prüfen (die Zahlungsaufforderung erfolgte in einer zweiten Mail, nachdem die Bonität des Kunden nicht gewährleistet war), das ändert aber nichts an der Problematik vieler Shop-Systeme bei Bezahlverfahren “Vorkasse”. Darüber sollten sich die Shopbetreiber durchaus bewusst sein, schließlich ist das Bezahlverfahren eines der beliebtesten in Deutschland.

2 Gedanken zu „Bezahlverfahren Vorkasse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.