Google lässt Seiten mit bezahlten Links melden

Google lässt seinen Worten nun Taten folgen: Ab heute steht in den Tools für Webmaster die Funktion zur Verfügung, Seiten mit bezahlten Links zu melden.

Wie ich bereits geschrieben habe, missbraucht Google hier meiner Meinung nach ganz klar seine Marktstellung und ich halte das deshalb für äußerst eval evil!

Die Frage ist nun natürlich: was passiert mit gemeldeten Seiten. Es existieren zwei Möglichkeiten:

  1. Die verlinkende Seite wird abgestraft, weil sie sich nicht an die Vorgaben von Google für “korrektes Verhalten” hält. Das halte ich für sehr wahrscheinlich, auch wenn ich es von Google anmaßend finde, mir zu definieren, was “korrektes Verhalten” ist. Wie ich meine Seite finanziere, geht den Suchmaschinengigant schließlich recht wenig an. War ich mit dem bisherigen Verhaltens-Kodex einverstanden, so stößt mir diese Entwicklung kräftig auf.
  2. Die verlinkte Seite wird abgestraft. Das wäre eigentlich zu erwarten. Da damit aber die Abstrafung ungeliebter Konkurrenz wirklich allzu einfach wäre, halte ich diese Möglichkeit für sehr unwahrscheinlich.

Fazit: Die Seite, welche mittels Text-Link-Ads oder LinkLift versucht, sich zu finanzieren, läuft derzeit auf heißem Boden. Was kann man machen?

Die offensichtlichste Möglichkeit meiner Meinung nach stellt die Verwendung der umstrittenen Auszeichnung rel=”nofollow” dar. Damit erkennt Google, dass die Seite nicht den PR vererbt bekommen soll. Dass der Tag dafür jedoch ganz klar missbraucht wird, darüber muss man nicht streiten. Denn wenn man sich von einem Link per “nofollow” distanzieren möchte, dann braucht man ihn auch nicht als Werbung verwenden. Ganz zu schweigen, dass die Einnahmen damit sicher sinken werden. Das dürfte aber sehr wohl im Interesse von Google sein, verdient man mit diesen Anbietern doch besser als mit dem Giganten.

Ich wäre froh, wenn Google sich hierzu mal äußern würde!

4 Gedanken zu „Google lässt Seiten mit bezahlten Links melden

  1. nofollow wurde eingeführt mit dem Ziel, sich gegen Spam-Seiten zu schützen. So war der Zweck, dass der PR nicht vererbt wird, wenn man den Spam nicht unter Kontrolle bekommt.

    Werbelinks sind aber etwas anderes: Ich verlinke auf Seiten nur, wenn ich mit dem Angebot zufrieden bin. So hab ich die Möglichkeit, Seiten in der Werbung abzulehnen oder auch nicht. Unter Umständen bieten sie ja einen Mehrwert für mein Angebot an.

    Google geht davon aus, dass jeder bezahlte Link schlecht ist. Das ist aber meiner Meinung nach nicht der Fall. Denn den Normalbürger interessiert dieses Attribut nicht. Ergo schaue ich nach, wer bei mir Werbung macht (sonst gibt es schnell ein böses Bild). Es gibt keinen Grund, diese Seiten wie Spam-Seiten zu behandeln. Und deshalb ist dieses Attribut fehl am Platz. Ich schalte Werbung, ich schalte bewusst Werbung, ich prüfe den Link auf Tauglichkeit. Es gibt also eigentlich keinen Grund, Werbelinks anders zu behandeln als normale Links. Zumindest auf einer gewarteten Web-Site.

  2. (Erneut abgeschickt. Erster Kommentar landete im Spamfilter. Wohl wg. Link zu Google Hilfeseite.)

    > “Ich schalte Werbung, ich schalte bewusst Werbung, ich prüfe den Link auf Tauglichkeit. Es gibt also eigentlich keinen Grund, Werbelinks anders zu behandeln als normale Links.”

    Volle Zustimmung.

    Dazu kommt noch der Aspekt, dass ich z.B. neben maximal vier bezahlten und deutlich gekennzeichneten Link-Lift Werbelinks auf der Homepage noch eine Unmenge an anderen Links habe.

    Selbst erstellte Werbelinks z.B. zu Amazon oder Ebay erhalten bei mir so ziemlich überall das nofollow Attribut. Aber mich nervt besonders der quengelige Unterton von Google bei “Warum sollte ich bezahlte Links an Google melden?” Das überschreitet meines Erachtens die zulässige Einflussnahme auf die Freiheit der Webseitengestaltung.

    Link: http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?answer=66736&hl=de

    > “Google fordert doch ausdrücklich zur Nutzung für Werbelinks auf!”

    Eben. Das meine ich mit unzulässiger Einflussnahme. Das geht Google meiner Meinung nach nichts an, mit welchen Attributen ich meine Links versehe. Man unterstellt einen Missbrauch von ‘link juice’ und eiert rum, wo es vielleicht auch einfach nur die Generierung von Trafficgeht. Es ist doch nun wirklich meine Sache, ob ich ein paar Links verkaufe oder nicht.

    PS: Mit ‘eval’ meinst Du wahrscheinlich ‘evil’ im Originalartikel?

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