IHK erkennt GEZ-Problem – aber nicht im ganzen Ausmaß

Auch die IHK hat das Problem mit der GEZ erkannt und so habe ich soeben diese Mail erhalten:

Der Selbständige zahlt für dieselbe Leistung dreimal. Zuerst privat im Haushalt für den öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radioempfang (Jahresgebühr 204,36 Euro). Zum zweiten Mal auf der Fahrt in sein Büro für
das Radio im Firmenfahrzeug (Jahresgebühr 61,32 Euro). Und im Unternehmen angekommen dann das dritte Mal, wenn dort ein Fernseh- oder Radiogerät vorgehalten wird (Jahresgebühr 204,36 Euro für ein Fernsehgerät). Ab dem 1. Januar 2007 gilt dies auch für „neuartige Empfangsgeräte“, also internetfähige PCs oder Notebooks, die für die meisten Unternehmen mittlerweile zum unverzichtbaren Arbeitsgerät geworden sind.

In Summe muss ein Selbständiger mindestens die Jahresgebühr von 470,04 Euro pauschal entrichten.

Damit hat die IHK zwar Recht, aber das Ausmaß ist noch stärker, denn auch Selbständige haben in der Regel einen Internet-Auftritt und – wie ich und viele andere auch – auch einen eigenen Server. Für diesen ist die GEZ nochmals fällig. Es kommen also nochmals 204,36 € dazu, womit ein normaler Selbständiger – nach der Rechnung der IHK – ingesamt

674,40 €

im Jahr zu zahlen hat. Im Vergleich dazu. Derzeit müsste er eben für privates Fernsehen und das Radio für die Arbeit 265,68 € zahlen.

Derweil gibt es in dem ein oder anderen Forum inzwischen Diskussionen zur GEZ auf Server. Dabei wird eines sehr deutlich: viele haben sich noch nicht damit auseinandergesetzt. So sind einige der Meinung, dass auch Firmen mehrmals GEZ zahlen müssen (wie das bisher der Fall war). Die Groß-Unternehmen waren aber schnell genug, so wurde in § 5 Absatz 3 hier entsprechend vorgesorgt, dass ein Groß-Unternehmen nur einmal zu zahlen hat:

Für neuartige Rundfunkempfangsgeräte (insbesondere
Rechner, die Rundfunkprogramme ausschließlich über Angebote
aus dem Internet wiedergeben können) im nicht ausschließlich
privaten Bereich ist keine Rundfunkgebühr zu entrichten,
wenn
1. die Geräte ein und demselben Grundstück oder zusammenhängenden
Grundstücken zuzuordnen sind.

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